Chronik

 

Erneut ein bewegtes Jahr für den Johanneschor

Bericht von der GV 2022 im Reussboten

 

GV im Frühling – ein absolutes Novum! Bedingt durch Corona konnte im letzten Jahr gar keine GV stattfinden; die Geschäfte wurden alle schriftlich abgehandelt. Und nun eine GV im Frühling. Die Einstimmung auf diese wohl einmalige Gegebenheit begann schon mit dem Menu: Die Küche des Alterszentrums Grüt überzeugte mit einem frühlingshaften Salat mit frischer Kresse, gefolgt von Spargelrisotto…

Nach dem Hauptgang widmete man sich wie immer dem Geschäftlichen.

Präsidentin Elfriede Jakob begrüsste alle Anwesenden, namentlich Maria Kränzlin als Vertreterin der Kirchgemeinde, Pfarrer Walter Schärli und Dirigentin Izabelè Jankauskaitè.

Anschliessend liess sie dieses wiederum besondere Chorjahr noch einmal Revue passieren: die virtuellen Proben am PC, dann, ab Mitte Mai, die realen Proben mit Corona-Vorgaben und grossem Abstand zwischen den einzelnen Sängerinnen und Sängern. An der ZHdK gab es Pandemie bestimmt immer wieder Terminänderungen von externen Ausbildungsteilen. Für Dirigentin Izabelè Jankauskaitè hiess das, dass sie oft kurzfristig eine Vertretung für die Chorprobe organisieren musste. So wurde mit Irina aus Russland, Adomas aus Litauen, Olivera aus Belgrad und Maxime aus dem Unterwallis geprobt. Der Chor hat sich dieser Herausforderung mit Offenheit und Freude am Neuen gestellt, was alles andere als selbstverständlich ist.

Darüber hinaus organisierte Izabelè Jankauskaitè Instrumentalmusik für all die Gottesdienste, in denen der Gesang nicht stattfinden durfte.

Am 1. Juli fand das erste Chorhalbjahr seinen Abschluss mit dem traditionellen Sommerfest. Dem Regensommer angepasst im ersten Stock des Vereinshauses mit warmem Schinken statt Grilladen und coronahalber mit Service hinter dem Salat- und Dessertbuffet statt der üblichen Selbstbedienung.

Die Chorreise im August – wie immer von Trudi und Heinzpeter Birrer perfekt organisiert – ging ins Emmental. Das Gotthelf Museum in Lützelflüh sowie das Mittagessen im legendären Bären Sumiswald begeisterte alle. Die Führung durch die Burgdorfer Oberstadt oder wahlweise der Besuch des Luginbühl Museums rundeten den gelungenen Tag ab.

Grosse Freude dann im Erntedankgottesdienst vom 29. September: Der Chor durfte nach eineinhalb Jahren Abstinenz zum ersten Mal wieder im Gottesdienst singen! Den krönenden Abschluss des Chorjahres bildete denn auch der festliche Weihnachtsgottesdienst mit Gesang und Instrumentalbegleitung.

Izabelè Jankauskaitè blickt zufrieden auf das vergangene Chorjahr zurück. Ihre Planung für das neue Jahr endet mit dem Patrozinium, da sie - wie früher berichtet - den Chor aus Ausbildungsgründen aufgeben muss. Für diesen letzten gemeinsamen Auftritt hat sie die Spatzenmesse von Wolfgang Amadeus Mozart ausgewählt, die gemeinsam mit einem kleinen Orchester und Gesangssolisten aufgeführt wird. Ihr Nachfolger, Francisco dos Santos, wird den Part des Bassisten singen. Er zeichnet dann auch verantwortlich für das musikalische Programm des zweiten Halbjahres.

Der Kassabericht sowie das Budget wurden einstimmig gutgeheissen. Eva Stoffers, eine der beiden bisherigen Revisorinnen, musste leider verabschiedet werden, da sie ins Wallis umzieht. Ihre Nachfolge übernimmt Barbara Pedrazzini.

Der Vorstand wurde für weitere zwei Jahre wiedergewählt, ebenso die zweite Revisorin.

Eine geringfügige Statutenänderung, die sich aus der neuen Finanzregelung ergibt, wurde einstimmig gutgeheissen.

Erdbeertörtchen und Kaffee leiteten schliesslich über zum gemütlichen Ausklang dieses schönen Frühlingsabends.                                                                                                                               Dorothee Brauchli, Aktuarin